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Unser Alltag mit Felix

Auch wenn es sich teilweise unbeschwer liest und Felix - dank der Medikamente- anfallsfrei ist, bleibt Epilepsie doch

immer täglich ein Thema. Immer kreisen die Gedanken darum ob dieser Tag anfallsfrei vorbei geht, ob bei einem

Anfallsein Gegenmittel wirkt, ob er den nächsten Anfall überlebt usw. usw.

Das Gegenmittel liegt grundsätzlich aufgezogen bei uns im Arzneischrank.

Dazu kommen Gedanken die man sich macht über "Kleinigkeiten" wie Mittel gegen Parasiten, Shampoo usw. Denn

nicht alles was auf dem Markt zu kaufen ist, ist auch für Epis geeignet. Fragt man dann evtl. bei den Herstellern nach,

bekommt man immer die gleiche Antwort: uns sind keine gehäuften Fälle von epileptischen Anfällen bekannt. Klasse!!!

Also ist alles was man dem Hund gibt, mit ihm macht usw. ein "russisches Roulette" und könnte einen epileptischen

Anfall auslösen.

Sowas "baut" unwahrscheinlich auf und begleitet einen auch Tag für Tag.

Felix reagiert mit erbrechen z.b. auf Überlastung. Es gehört viel Fingerspitzengefühl dazu eine Entscheidung zu treffen.

Wie weit kann man den Spaziergang ausdehnen, wie vielen Hunden kann er begegnen (hatte an anderer Stelle

erwähnt, das er da noch Probleme hat), wie lange kann man mit ihm neues einüben, wie lange sollten "Einheiten"

sein in denen er lernt, kann man nach einem Spaziergang noch mal eben zum Baumarkt mit ihm usw.

Dazu kommt das er -wahrscheinlich durch die Medikamente- ab und an Konzentrationsprobleme hat. Sobald wir das

bemerken brechen wir schnell ab und beginnen etwas anderes. Gerade bei der "Erziehung" soll er ja nicht mit einem

schlechten Gefühl aus einer Übung gehen. Aber plötzlich weiß er nicht mehr, was man von ihm will. Er sitzt da und

schaut einen hilflos an. Dann weiß man, das der Punkt da ist, wo nichts mehr in der Richtung geht.

Außerdem hat er einen zusätzlichen Adressanhänger an allen Halsbändern und Geschirren. Darin wird noch einmal

ausdrücklich darauf hingewiesen, das er Epileptiker ist welcher dringend Medikamente benötigt.

Das diese Info auch bei Tasso und dem Haustierregister vorliegt, ist ja einleuchtend.

Hier hab ich nur ein paar Kleinigkeiten aufgezählt, es gibt unendlich viele Sachen die einem tagtäglich durch den Kopf

schießen wenn man eine Epihund hat.

Daher auch meine dringende Bitte die beiden Berichte "Was kann man als Welpenkäufer tun?" und

"Billighunde und Epilepsie" lesen. Und bitte unterstützen sie keine Hundehalter die meinen ihr Hund ist ja sooo

süß und muss unbedingt trächtig werden, bzw. decken. So können u.U. viele Epihunde entstehen die ein

großes Leid tragen müssen. Und ein echter Tierfreund mutet das keinem Tier zu!

 

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